In der Presse tauchen immer wieder Diskussionen darüber auf, welche Entscheidung selbstfahrende Autos treffen sollen, wenn sie z. B. vor die Wahl gestellt werden, eine Oma oder ein Kind plattzufahren; weiter verkompliziert wird das dann gern durch Fragen wie eine rote Ampel, d. h. soll das Auto das bei rot über die Straße gehende Kind plattfahren oder ausweichen, um die Oma zu töten, die aber bei Grün über die Straße geht.

Die Antwort ist recht einfach und entspricht dem, was ich in der Fahrschule gelernt habe: bremsen. Dort wurde uns eingehämmert, dass Bremsen fast immer die bessere Entscheidung ist gegenüber ausweichen. Ausweichen führt gegen den Baum oder in den Gegenverkehr und bringt die Gefahr mit sich, die Zahl der Unfallbeteiligten drastisch zu erhöhen.
Eine Maschine kann schneller und kräftiger bremsen als ein Mensch und damit schneller und effektiver die Gefährlichkeit des Autos verringern. Es macht einen großen Unterschied, ob man mit 10 km/h oder 20 km/h erfasst wird.

Weiters würden moralische Maschinen den Straßenverkehr für alle Beteiligten unberechenbarer machen. Im Prinzip müsste man ja jederzeit damit rechnen, von einem selbstfahrenden Auto totgefahren zu werden, weil es berechnet hat, dass man selbst weniger lebenswert ist als das Kind mit IQ 180 – oder der entlaufene Hund des Bundespräsidenten.

Man sollte insofern die Entscheidungsprozesse des Fahrzeugs gering halten, d. h. bremsen und ausweichen, falls möglich.

War das Lego von früher besser?

Pokémon Go ist in aller Munde, so sehr, dass es selbst bei Kantinengesprächen unter nichtaffinen Kollegen zum Thema wird. Und auf meinem Arbeitsweg lungerten unvermittelt größere Gruppen an Jugendlichen herum, die alle auf ihre Smartphones starrten; als ich dann mal auf ihre Bildschirme schielte, sah ich die typische Pokémon Go-Karte.

Eine Abrechnung mit heutigen grafischen Oberflächen.